Minitrix Thermoshellwagen mit Schlusslicht   Update am Ende
 

Da mittlerweile Wagen mit Zugschlussbeleuchtung immer mehr Einzug auf den Heimanlagen halten , z.B. wegen Besetztmeldern, hier eine Anleitung zum Um/Einbau einer Chipled Schlussbeleuchtung mit 20 Sek. Leuchtzeit bei Stromunterbrechung. Dieser Umbau ist auch für Digitalanlagen gedacht.

Benötigte Teile sind: 4 Achsen mit Metallrädern, Minitrix oder Luck Feinmechanik RP25 Räder 6,2 x 15,4. 4 Schleifer von Bavaria, 1 Kondensator 220 µF 25 Volt, 1 Diode 1N4001, 1 Widerstand 1,4 K 2 Chipled 1104 rot BestNr. 154310 Conrad oder LEDbaron 
 
Die beiden Schrauben in den Drehgestellen werden entfernt, Drehgestelle abnehmen, Plastikachsen entfernen. Wagenoberteil am Ende ausklippsen und abnehmen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Teile des Wagens: Eine Bleiplatte 1,5mm dick ersetzt das original Blechgewicht. Auf der Oberseite der Drehgestelle wird auf jeder Seite eine Kupferfeder von Bavaria aufgeklebt. Diese Federn haben bereits ein 1mm Loch und werden mittig auf den Steg der Achshalter mit Sekundenkleber aufgeklebt. Dann wird ein 0,6mm Loch durch den Steg gebohrt. Eine Litze wird durch das Loch gesteckt und mit dem Federblech verlötet. Auf diese Weise wird von jedem Rad Strom abgenommen. 
Im Bild links die Oberseite eines Drehgestells mit Federn und gebohrten Löchern, rechts die Unterseite mit durchgesteckten Litzen die oben angelötet wurden.
 
Nun müssen die beiden Litzen je Drehgestell noch irgendwie nach innen verlegt werden. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Dazu werden die Originalschrauben durch Messingschrauben ersetzt. Durch diese wurde ein 1mm Loch gebohrt durch welches beide Litzen nach innen verlegt werden können.
Die Schraubenköpfe müssen gleiche Größe wie die Originalschrauben haben, Gewinde ist nicht nötig da die "Ersatzzapfen" in die geringfügig aufgebohrten Löcher gepresst werden. ( Man kann auch passende Nieten benutzen )
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Vom Tender oder von der Lok einer Minitrix S2/6 oder einer anderen passenden Lok werden zwei Lampen außen auf den Wagen aufgeklebt und dann durch das Lampengehäuse ein 1mm Loch nach innen gebohrt ( mit Stiftenklöbchen  natürlich, nicht mit dem Bohrzwerg ) 
In diese 1mm Löcher werden 5mm lange 1mm dicke Lichtleitkabelstücke eingeklebt da es zu fummelig ist, die Chipled direkt innen an das Gehäuse zu kleben. Das Lichtleitkabel soll 1/2 mm in den Lampen enden und nicht heraus stehen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Jetzt kommt die "Arbeit". Eine Miniplatine wird auf die Bleiplatte geklebt und hier beide rote Litzen von den Schleifern und gegenüber beide blaue Litzen von den Schleifern angelötet. Dies dient als "Lötstützpunkt" damit man nicht alle Litzen zusammendrehen muss. Dahinter wird der im Bild sichtbare Gleichrichter aufgeklebt und dahinter der Kondensator. 6mm vom Wagenende wird in der Flucht der Lichtleitkabel je eine rote Chipled auf den Wagenboden geklebt. An diese wurde vorher je ein roter  ( PLUS ) und ein schwarzer ( MINUS ) Kupferlackdraht angelötet. Die beiden Litzen von den Schleifern ( Lötstützpunkt ) werden jeweils an die mit Wechselspannung markierten Pins gelötet. An den Pluspin wird 1 Litze rot und 1 Widerstand angelötet. An Minus wird 1 Litze blau und 1 Diode, Ring zum Gleichrichter , angelötet. Beide Chipled werden in Reihe geschaltet, rot LED oben an schwarz LED unten. Schwarz LED oben an die Diode und rot LED unten an den Widerstand. 
 
 
 
Wagen auf ein Gleis setzen und Digitalspannung einschalten, die LED´s sollten leuchten. Nun wird die rote Litze von Plus an den Pluspin des Kondensators gelötet, die blaue Litze an den Minuspin. Neue Probe: Wenn der Wagen von den Schienen genommen wird müssen die LED´s noch ca. 20 Sekunden weiterleuchten. Die Bauteile sind so gewählt, das alles im Gehäuse gut untergebracht werden kann. Der Lohn der ganzen Mühe ist im ersten Bild oben zu sehen.
 
 
 
 
 
 
 
 

Update Stromabnahme mit PEHO Messinghülsen

 
Auf der Seite mit den nicht isolierten Rädern auf den Achsen werden die Spitzenlager mit einem 1,5mm Bohrer ca. 1mm tief aufgebohrt, logischerweise per Hand mit Bohrer in einem Stiftenklöbchen. Dann wird eine Messinghülse mit einer Selbsthaltepinzette fixiert und die Spitze verzinnt. Ein o,15mm Kupferlackdraht wird ebenfalls am Ende verzinntund dann an die Hülse gelötet. Etwas Sekundenkleber dickflüssig in die Lagerbohrung und dann dort die Hülse leicht eindrücken.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Mit einer feinen Flachzange, die auf einer Seite ein Gummiröhrchen zur Schonung der äußeren Achslageratrappen aufgeschoben bekommt, wird nun die Hülse mit der Metallseite bündig in die Bohrung gedrückt. Der Kupferlackdraht zeigt zur Mitte des Drehgestells. Zweite Hülse ebenfalls eindrücken und beide Drähte miteinander und mit einer Litze ( wegen der Flexibilität in der Drehgestellbohrung) verlöten.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Beide Drehgestelle sind bearbeitet und wieder eingebaut. Man achte auf die jeweilige Seite der isolierten Räder.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Da LED´s an Stelle von Birnchen weniger Strom verbrauchen und auch durch einen Kondensator gepuffert werden können empfiehlt sich deren Einbau. Beide Litzen blau und rot werden an einen SMD Gleichrichter an die~ ~ Eingänge gelötet. Plusausgang führt über einen Kondensator 200 bis 470 µF 25 bis 35 Volt an Plus der linken SMD LED. Minus LED 1 an Plus LED 2. Minus LED 2 über einen Widerstand 5K bis 7 K und den Kondensator an den Minusausgang des Gleichrichters.

Mit dieser Anleitung sollte dann jeder Modellbahner in der Lage sein eine Schlussbeleuchtung einzubauen.